Cla Biert, 1920 geboren, aufgewachsen in Scuol im Engadin, arbeitete dort und in Chur als Lehrer.
Er gilt als wichtiger und engagierter Exponent der rätoromanischen Literatur und Kultur: er war Mitarbeiter und Redaktor der Studentenzeitung Il Sain Pitschen (dt. Die kleine Glocke), schrieb für verschiedene Zeitschriften und zahlreiche Zeitungen. Als Redaktor arbeitete er bei Radio und Fernsehen. Von 1967 bis 1971 präsidierte Cla Biert die Uniun da scripturs rumantschs (USR, dt. Romanischer Schriftstellerverband) und war Chefredaktor der Publikation Novas litteraras. Er sammelte Volkslieder des Engadins und der Val Müstair und war zusammen mit seiner Familie ein bekannter Engadiner Liedermacher.
Der Roman La müdada (1962, Die Wende) ist ein wichtiges Werk der rätoromanischen Literatur und ist einer der ersten Romane dieser Sprache. Seine Werke wurden ins Deutsche, Französische und Italienische übersetzt.
Cla Biert starb 1981.
Bibliographie
In’ediziun da giubileum dal grond narratur engiadinais.
Quest cudesch cuntegna ina tscherna da raquints pli u main enconuschents e singuls texts inedids u emblidads.
Plinavant èn integradas fotografias ed illustraziuns sco er commentaris dals dus romanists Annetta Ganzoni e Rico Valär che han procurà per la redacziun da quest cudesch.
Eine Jubliäumsausgabe für den bedeutenden Engadiner Autoren Cla Biert. Biert war als Schriftsteller sehr aktiv und hat die rätoromanische Literatur nachhaltig geprägt.
Diese neue Publikation enthält eine Auswahl seiner mehr oder weniger bekannten Erzählungen, auch einige unveröffentlichte oder vergessene Texte sind darin.
Für die Redaktion und Bildauswahl von diesem Band zeichnen die Romanisten Annetta Ganzoni und Rico Valär.