Sabine Haupt, geboren 1959 in Giessen (D), studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie in München. Seit 1980 lebt sie in der französischen Schweiz. Sie ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Freiburg (CH). Die Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen veröffentlicht auch feuilletonistische Arbeiten in Presse, Rundfunk und Fernsehen sowie literarische Publikationen.
Bibliographie
Die schrecklichen Bilder von Menschen auf der Flucht, Verfolgten und Vertriebenen, die verzweifelt versuchen, sich in Sicherheit zu bringen, gehen uns seit Jahren nicht mehr aus dem Kopf. Angesichts dieser Tragödie reagieren viele mit Rat- und Hilflosigkeit. Wie es auch anders gehen könnte, zeigt diese Anthologie. Über 50 afghanische Autor:innen und ihre Schweizer Kolleg:innen schreiben über Flucht und Asyl.
Die hier präsentierten Texte stehen in Zusammenhang mit der von Sabine Haupt initiierten und koordinierten PEN-Aktion zur Rettung hochgefährdeter afghanischer Intellektueller (Schriftstellerinnen, Journalisten, Universitätsdozentinnen, Menschen- und Frauenrechtsaktivisten, Juristinnen), mit der von 2021 bis 2025 fast hundert Afghan:innen nach Europa kamen. Um diese aussergewöhnliche Aktion, an der ein ganzes Netzwerk von ehrenamtlichen Helfer:innen, darunter auch viele Schweizer Schriftsteller:innen, beteiligt ist, zu dokumentieren, gibt sie diese Anthologie mit Beiträgen afghanischer und Schweizer Autor:innen heraus. Illustrationen von afghanischen Künstler:innen ergänzen die Texte. Bei dem Projekt geht es auch darum, den afghanischen Kolleg:innen, die in ihrer Heimat bekannt waren und zum Teil grosse Reputation genossen, wieder zu einer gewissen Sichtbarkeit zu verhelfen.