Sibylle Berg

Sibylle Berg
© BAK / Younès Klouche

Sibylle Berg ist in Weimar geboren, lebte unter anderem bei einer Pflegefamilie in Konstanza, später auch in Israel, Deutschland und hat die schweizer Staatsbürgerschaft. Sie studierte in Hamburg, war im Judo, Kung Fu und im militätischen Tauchsport aktiv. Sibylle Berg zählt sich zur Straight Edge Bewegung.

Noch während ihres Studiums (ua. Ozeanografie) begann Sibylle Berg zu schreiben, und ist mit (aktueller Stand 2020) 27 Theaterstücken, 15 Romanen, zahlreichen Anthologien und Hörspielen sowie Übersetzungen in 34 Sprachen zu einer der bekanntesten zeitgenössischen Dramatikerinnen/Autorinnen im deutschsprachigen Raum geworden.

Für ihren letzten Roman „GRM – Brainfuck“ wurde Sibylle Berg unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. 2020 erhielt sie für ihr Werk den Grand Prix Literatur, die höchste Auszeichnung, die die Schweiz für literarisches Schaffen vergibt.

www.sibylleberg.ch

Bibliographie

Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2024.

Endlich in einem Band: die schönsten Gedichte von Sibylle Berg. Für besinnliche Gebete am Esstisch, als Geschenk unterm Weihnachtsbaum, zum Vorlesen für die lieben Kinder am Abend, als lieben Gruß an den Ex-Freund oder den Hoffentlich-bald-Freund. Sozusagen ein Bukett für die schönste Zeit des Lebens: immer!

Wenn wir von der Liebe sprechen,
Dann meinen wir die Bank damit,
Auf der wir alt und greis einst sitzen,
Wir halten unsre Knochenhände,
Er legt den Kopf in meinen Arm,
Ich streichle ihn doch sehr behände,
Das ist Herr Schmitt, er ist mein Mann.

Es gibt Dinge im Leben, denen man nur mit Reimen begegnen kann. Dem rasanten Verfall von allem, außer einem selbst, dem Menschen, neben dem man jeden Morgen aufwacht. Nieselregen, Neonlicht, Nekrophilie. Sibylle Bergs Gedichte sind Gesänge an die große Sinnlosigkeit. Für die Figuren, die sie bevölkern, gibt es keine Rettung. Und trotzdem kann man nicht genug bekommen von diesen mal bitterbösen, mal mitfühlenden, immer aber furios-witzigen Texten, deren Balladen-Sound gnadenloses Ohrwurmpotenzial hat.

(Kiepenheuer & Witsch)

Mein ziemlich seltsamer Freund Walter , Illustrator: Julius Thesing, Frankfurt am Main, Fischer Sauerländer, 2024.
RCE. #RemoteCodeExecution , Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2022.
Zahlen sind Waffen , mit Dietmar Dath, Jens Balzer (Hg.), Lars Weisbrod (Hg.), Thomas Vašek (Hg.), Maja Beckers (Hg.), Berlin, Matthes & Seitz, 2021.
Nerds retten die Welt , Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2020.
GRM , Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2019.
Wunderbare Jahre , München, Hanser, 2016.
Merci bien pour la vie , Übersetzung von Rose Labourie , Arles, Actes Sud, 2015.
Wie halte ich das nur alles aus? , München, Hanser, 2013.
Chien, femme, homme [Hund, Frau, Mann] , Übersetzung von Pascal Paul-Harang , Paris, L’Arche, 2012.
Vielen Dank für das Leben , München, Hanser, 2012.
Tragitti , Übersetzung von Diana Politano , Roma, Gaffi editore, 2010.
Der Mann schläft , München, Hanser, 2009.
Giovani amanti , Übersetzung von Sara Sedehi , Siena, Liberamente Editore, 2008.
Happy end , Übersetzung von Cristina Proto , Siena, Barbera, 2007.
Die Fahrt , Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2007.
Habe ich dir eigentlich schon erzählt … , Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2006.
Monsieur M [Herr Mautz] , Übersetzung von Silvia Berutti-Ronelt und Laurent Hatat , Toulouse, Presses universitaires du Mirail, 2004.
La vie de Martin , Paris, Climats, 2004.
Ende gut , Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2004.
La mauvaise nouvelle d'abord , Übersetzung von Maryvonne Litaize und Yasmin Hoffmann , Nîmes, J. Chambon, 2003.
Amerika , Übersetzung von Maryvonne Litaize , Nîmes, J. Chambon, 2001.
Das Unerfreuliche zuerst , Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2001.
Chercher le bonheur et crever de rire , Übersetzung von Yasmin Hoffmann und Maryvonne Litaize , Nîmes, J. Chambon, 2000.
Gold , Hamburg, Hoffmann und Campe, 2000.
Amerika , Hamburg, Hoffmann und Campe, 1999.
Sex 2 , Leipzig, Reclam, 1998.

Ausgewählte Bibliographie

Theaterstücke/Hörspiele

Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot (Uraufführung: Theater Rampe, Stuttgart 1999)
Helges Leben (Uraufführung: Bochum 2000)
Hund, Frau, Mann (Uraufführung: Theater Rampe, Stuttgart 2001)
Herr Mautz (Uraufführung: Oberhausen 2002)
Schau da geht die Sonne unter (Uraufführung: Bochum 2003)
Das wird schon. Nie mehr Lieben! (Uraufführung: Bochum 2004)
Wünsch dir was. Ein Musical (Uraufführung: Schauspielhaus Zürich, 2006)
Hongkong Airport 23.45 (Hörspiel: WDR 2007)
Von denen, die überleben (Uraufführung: Schauspielhaus Zürich, 2008)
Die goldenen letzten Jahre (Uraufführung: Theater Bonn, 2009)
Nur Nachts (Uraufführung: Wiener Akademietheater, 2010)
Missionen der Schönheit (Uraufführung: Staatstheater Stuttgart, 2010)
Lasst euch überraschen! Ein Weihnachtsstück (Uraufführung: Kammerspiele Bonn, 2010)
Der Mann schläft (Hörspiel: NDR 2010)