Marie-Louise Könneker wurde 1945 in Remlingen, Kreis Wolfenbüttel, geboren. Sie studierte Deutsche Literaturwissenschaft und Psychologie in Bonn und Westberlin. Sie promovierte 1975 mit einer Arbeit zum Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann und publizierte u.a. zur Geschichte der Kindheit in Deutschland. Die Autorin und Lyrikerin lebt in Bern und in der Auvergne.
Bibliographie
Marie-Luise Könneker findet, altersgemäss, Zeit aufzuräumen. Viel im Lauf der Jahrzehnte Angesammeltes will noch einmal angeschaut, geprüft, dokumentiert und allenfalls aufgehoben und weitergegeben werden. Die Autorin versucht, schreibend und collagierend, ein Stück weit Bilanz zu ziehen und Abstand zu gewinnen von vergangenen Dingen und Festlegungen.
Sie beschäftigt sich seit langem mit der Thematik des Hauses, praktisch und theoretisch, und bezeichnet sich selbst unerschrocken als «HausFrau und Autorin» und hinterfragt die Degradierung des Begriffs Hausfrau. Sie möchte in diesem Buch nicht Kritik und Verlust in den Vordergrund stellen, sondern versuchen zu zeigen, dass an den Rändern des Konsumismus nicht nur Elend und Prekariat lauern und dass gerade in Nischen Neues entstehen kann. Sie geht den Möglichkeiten einer alternativen Ökonomie nach, setzt sich mit dem aktuellen Trend des Minimalismus und der Aufräum-Methodik von Marie Kondō auseinander …
Die Fotos von Ernst Fischer sind nicht illustrativ gemeint, sondern zeigen auf der Bildebene eine Art «Poetologie des Raumes», wie sie das gleichnamige Werk von Gaston Bachelard wahrzunehmen lehrt.