Shaip Beqiri wurde 1954 in Gllamnik im Kosovo geboren. Er studierte albanische Sprache und Literatur, schrieb Gedichte und arbeitete als Kulturredaktor. 1995 flüchtete er vor politischer Verfolgung in die Schweiz, wo er heute lebt. Er ist Dichter und Kulturjournalist.
Bibliographie
Shaip Beqiris erster Gedichtband erschien 1976. Seine Lyrik setzt sich von Anfang an von der Poetik der Versteinerung und der zum Verstummen neigenden lapidaren Erstarrung seiner Vorgänger ab. Sie spricht stattdessen – bei aller Ökonomie der Ausdrucksmittel – in zumeist düsteren Bildern mit frei assoziierten Metaphern, was ihm von der offiziösen Literaturkritik seines Landes den Vorwurf des «Surrealismus» einbrachte.
Shaip Beqiri beschränkt sich nicht auf die tradierten kollektiven nationalen Themen (Kosova und die Geschicke des albanischen Volkes), sondern artikuliert insbesondere persönliche und universale Themen und Befindlichkeiten. Bis heute hat er sich die Eigenständigkeit seiner poetischen Sprache bewahrt. Er ist ein Klassiker der albanischen literarischen Moderne.
Der Gedichtband «Hydra des Zorns / Hidra e mllefit» versammelt sowohl Gedichte, die nach seiner Emigration in die Schweiz entstanden, als auch Texte, die er noch in Kosova schrieb.
Buchpräsentation Limmat Verlag