Sunil Mann wurde 1972 im Berner Oberland als Sohn indischer Einwanderer geboren. Seine Jugend verbrachte er in Spiez bei Pflegeeltern und besuchte in Interlaken das Gymnasium. Nach abgebrochenen Studien der Psychologie und Germanistik bescuhte er die Hotelfachschule Belvoirpark (Zürich). Er arbeitet Teilzeit als Flugbegleiter bei Swiss und verbringt Aufenthalte in Israel, Ägypten, Japan, Indien, Paris, Madrid und Berlin. Der Autor von Kurzgeschichten, Kurzkrimis und Kriminalromanen lebt in Zürich.
Bibliographie
Ein Reigen von zwölf Erzählungen, eine für jeden Monat, sind in diesem Band versammelt. Im Untergrund sind sie auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden. Sunil Mann beschreibt das Werden und Vergehen der Natur, erzählt von Hoffnung und Vergänglichkeit im Jahreszyklus: von erwachender liebe, fragilem Glück, komplizierten Dreierkonstellationen, abkühlender Leidenschaft und der Sehnsucht nach einem besseren Leben. Bei eisiger Kälte wagt sich eine einst gefeierte Balletttänzerin wieder in die Öffentlichkeit, und ihre Sehnsucht nach neuen Freunden wird zur Gewissheit. Laue Sommerabende wiederum lassen in einem Dorf den schwelenden Hass zwischen jungen Männern eskalieren - mit fatalen Folgen. Herbst und Winter bringen Ernüchterung und notwendige Klarheiten. - Nach seinem ersten literarischen Roman In bester Absicht wagt sich Sunil Mann an ein neues Genre und beweist eindrücklich, wie sehr ihm auch diese Form liegt. In nuancierter Sprache moduliert er Wärme- und Kältegrade menschlicher Beziehungen und erzählt von Schicksalen, die lange nachhallen. Und er wäre nicht Sunil Mann, täte er das nicht mit stets feinem Sinn für Humor und Ironie - und zugleich sehr spannungsreich.
(Geparden Verlag)