Irène Bourquin wurde 1950 in Zürich geboren. Sie studierte an der Universität Zürich Geschichte und Germanistik und promovierte 1976. Von 1977 bis 1998 war sie Kulturredakteurin der Winterthurer Regionalzeitung Der Landbote. Heute ist sie als Autorin und freie Journalistin tätig. Irène Bourquin schreibt Lyrik, Kurzprosa, Erzählungen, Theaterstücke, Hörspiele und Chansontexte.
Bibliographie
In diesem Band hat Irène Bourquin neue Gedichte in drei grossen Zyklen zusammengestellt. Die Texte sind konzentrierte Augen-Blicke, Erlebnis-Momente, Gedanken, in wenigen Zeilen eingefangen und zu intensiver Wirkung gebracht.
Ausgespannt / die Lauschmuscheln führt hinaus in die Natur und in vier Kapiteln durch die Jahreszeiten. Die Begegnung mit der Natur, das Bestreben, ihr eine Stimme zu geben, war der Autorin schon immer wichtig und ist in Zeiten des Klimawandels noch dringender geworden. Hier ist es die Natur vor der Haustür, sind es Bäume, Pflanzen, Tiere, die sie auf langen Spaziergängen durch Wald und Feld antrifft, auch Wolken, Wind und Wetter.
Durch die Rabatten / streunt der Fuchs: Das erste Kapitel gilt der Natur in städtischem Umfeld, in Zürich, einer Stadt, die auch über 1000 Füchsen Lebensraum bietet. Im zweiten wuchernde Zivilisation: Baugerüst und Autobahn, dampfendes Kernkraftwerk und lärmender Ghettoblaster, Nutztiere, dem Menschen verwandt, mächtig drohender Bergsturz.
Der Zeitpfeil bockt / schlägt Haken: Das erste Kapitel gilt den Themen Erinnerung, Traum, Alter und Tod. Das zweite befasst sich mit dem Ort des Menschen im Kosmos, in Raum und Zeit, mit Forschung und Ungewissheiten.
(Caracol Verlag)