Grytzko Mascioni (Villa di Tirano, 1. Dezember 1936 - Nizza, 12. September 2003) war Dichter, Erzähler, Dramatiker und Essayist. Er stammte aus Brusio im Puschlav. Dreissig Jahre lang arbeitete er beim Schweizer Radio und Fernsehen in italienischer Sprache, wo er sich insbesondere mit Kultur befasste. Von 1991 bis 1996 leitete er auch das Italienische Kulturinstitut in Zagreb. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so hat er u. a. den Grossen Schillerpreis 2000 erhalten.
Bibliographie
ausgewählt von Christoph Ferber, mit einem Nachwort von Simone Zecca,
Übersetzung von Christoph Ferber ,
Zürich,
editionmevinapuorger,
2023.
Grytzko Mascionis Gedichte, einerseits in der Zeitgeschichte verhaftet, andererseits in der Autobiographie eines Autors, der viel gereist ist, der viel gesehen hat, sind das Zeugnis einer kritischen Auseinandersetzung mit einer ständig sich ändernden Umwelt, die in intimistischen, oft elegischen Tönen lyrisch verarbeitet wird. Es handelt sich um manchmal fast tagebuchartige Aperçus, manchmal um eine recht vielschichtige Gedankenlyrik eines «poeta doctus», der, an der klassischen Tradition und an Montale geschult, in einem Stil schreibt, der sich nicht nur durch einen besonderen Klangreichtum, sondern auch durch eine fast weltmännisch zu nennende Eleganz auszeichnet.
Poesia, 1952-1982
,
presentazione di Mario Luzi, introduzione di Allen Mandelbaum, postfazioni di Tonko Maroević, Jean-Charles Vegliante, Alice Vollenweider,
Milano,
Rusconi,
1984.