Verena Stössinger wurde 1951 in Luzern geboren. Sie besuchte eine Schauspielschule und war als Regie- und Dramaturgieassistentin am Schillertheater in Berlin tätig. Im Jahre 1977 kehrte sie in die Schweiz zurück und studierte Nordistik, Germanistik und Soziologie. Seit 1998 hat Verena Stössinger Lehraufträge für Neuere Skandinavistik an der Universität Basel und ist daneben journalistisch tätig. Sie lebt in Binningen (BL). Stössinger leitet seit 1988 das Literarische Forum Basel und ist Mitinitiantin des Literaturhauses Basel.
Bibliographie
Hulden, Trolle und Meerfrauen. Marra, die nachts den Menschen in den Mund greift und die Zähne zählt; Selbstmörder, die zu Seehunden werden, und Fischer, die als Wiedergänger keine Ruhe finden - Astrid hat sich für ein halbes Jahr in den hohen Norden abgesetzt. Auf den Inseln sammelt sie regionale Gespenstersagen. Dabei erlebt sie, wie ihre eigene geordnete Welt zunehmend Risse bekommt. Eine Unbekannte poltert nachts an ihre Tür. Sie begegnet Pætur, er konfrontiert sie mit der Geschichte und Realität des Landes und kommt ihr bald sehr nah. Und schließlich taucht die Freundin ihrer Mutter auf und behauptet, Astrids Vater sei zurückgekommen, obwohl er vor langer Zeit ertrunken ist. Ein wunderbar bildsatter Roman vor der Kulisse einer befremdlich rauen Insellandschaft.
(Buchpräsentation edition bücherlese)