Gerold Späth wurde 1939 in Rapperswil am Oberen Zürichsee geboren. Nach der Ausbildung zum Exportkaufmann folgten längere Aufenthalte in London und Fribourg. Später arbeitete er im väterlichen Geschäft. Danach unternahm er verschiedene Reisen. Späth lebt heute nach einem längeren Aufenthalt in Irland wieder in der Schweiz (Wagen/Rapperswil).
Bibliographie
Basel,
Lenos,
2006.
Gerold Späths Geschichten aus dem Städtchen Barbarswila sind legendär. Die fabulierenden Meisterwerke _Unschlecht, Stimmgänge und Balzapf oder als ich auftauchte_ brachten in den 1970er Jahren einen neuen Ton in die Schweizer Literatur. Sie erinnerten ein wenig an Grass, doch ihre barocke Überschwänglichkeit und die komplexe Erzählstruktur griffen auch ältere Traditionen auf: Sterne, Rabelais, Jean Paul. In den 1990er Jahren dann ist es stiller um Gerold Späth geworden, doch nun ist er wieder zurück in Barbarswila alias Rapperswil: In seinem jüngsten Buch Aufzeichnungen eines Fischers sitzt sein Erzähler auf einer Bank am See und hält gewissenhaft, launig den Barbarswiler Alltag fest.
L'incredibile storia di Johann il Buono [Unschlecht]
,
Übersetzung von Alice Ceresa ,
Bellinzona,
Casagrande,
1977.