Urs Richle

Urs Richle
© Yvonne Böhler

Urs Richle, 1965 in Wattwil (SG) geboren, lebt seit 1993 als freier Schriftsteller in Genf. Sein Werk umfasst Prosa und Drehbücher.

www.ursrichle.ch

Bibliographie

Zürich, Limmat, 2016.

An einer politischen Demo wird Leo, ein junger Mann von zwanzig Jahren, von einem Hartgummigeschoss der Polizei so schwer getroffen, dass er ins Koma fällt und schliesslich stirbt. In ihrer Trauer schlagen die Eltern ganz unterschiedliche Wege ein. Während die Mutter einen Verein für Persönlichkeitsrechte gründet und mit dessen Hilfe den Untersuchungsbericht der Polizei attackiert, versucht der Vater herauszufinden, was für ein Leben sein Sohn geführt hat, seit er vor einem Jahr von zu Hause ausgezogen ist.

Bei der Räumung des ehemaligen Kinderzimmers findet er eine seltsame, alte Spieluhr, die sich als geplante Paketbombe entpuppt. Auf der Suche nach den Personen, die mit seinem Sohn in Kontakt standen, dringt er immer tiefer in den digitalen Kampf zwischen Big-Data-Konzernen und Antiglobalisierern vor, an dem sich Leo als Hacker beteiligt hatte. Als der Vater sich von seiner Frau zunehmend zu entfremden droht und gleichzeitig feststellen muss, dass er in Leos digitalem Krieg längst seine eigene Rolle hat, fasst er einen Entschluss.

(Buchpräsentation Limmat Verlag)

Das taube Herz , München, Knaus, 2010.
Fado Fantastico , Zürich, Nagel & Kimche, 2001.
Hand im Spiel , Frankfurt a.M., Eichborn, 1998.
Mall, ou, La disparition des montagnes , Übersetzung von Yvette Z’Graggen , Genève, Zoé, 1997.
Dorado City , Martigny, Le manoir, 1997.
Der weisse Chauffeur , Frankfurt a.M., Eichborn, 1996.
Das Loch in der Decke der Stube , Berlin, Gatza, 1992.
Die Verwesung , Stuttgart, Akademie Schloss Solitude, 1992.