Christoph Keller

Christoph Keller

Christoph Keller wurde 1963 in St. Gallen geboren, wo er aufwuchs. Im Jahre 1978 wurde bei ihm eine unheilbare spinale Muskelatrophie (SMA) festgestellt, die dazu führte, dass er heute auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen ist. Von 1984 bis 1991 studierte er Slawistik und Amerikanistik an den Universitäten in Genf und Konstanz. Als Literaturkritiker schreibt er regelmässig für DIE ZEIT. Keller erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Werke, darunter den Preis der Internationalen Bodensee-Konferenz (1994) den Schiller-Preis der Zürcher Kantonalbank (2004) und den Puchheimer Leserpreis (2006). Christoph Keller ist mit der amerikanischen Lyrikerin Jan Heller Levi verheiratet und lebt als Autor, Übersetzer, Photograph und Publizist in St. Gallen und New York.

Bibliographie

Zürich, Limmat, 2024.

Seit siebzehn Jahren versteckt sich Leo auf der Sandinsel in der Flensburger Förde. Nur im Oktober verlässt er sie, um seinen jährlichen Mord zu begehen. Er tötet Menschen, die der Welt Schaden zufügen und vom Elend anderer profitieren wie der Katastrophenkapitalist A. J. Hicks. Als Leo von seinem jüngsten Mord auf die Sandinsel zurückkehrt, erwartet ihn Thea. Sie ist die Tochter seines vierzehnten Mordopfers, eines Mannes, der einst dafür sorgte, dass der seltene blaue Sand von der Insel verschwand. Thea ist fest entschlossen, ihren Vater zu rächen. Doch je mehr sie in den Sog der magischen Sandinsel gerät, umso mehr kommt ihr Plan ins Wanken. Poetisch und mit viel Witz erzählt Christoph Keller von zwei Menschen, die angesichts der Klimakatastrophe Ungerechtigkeiten radikal bekämpfen und sich dabei ständig fragen: Muss man nicht töten, wer der Welt so viel Leid zufügt?

(Limmat Verlag)

Und dann klingelst du bei mir , mit einem Nachwort von Christoph Keller, Zürich, Limmat, 2023.
Jeder Krüppel ein Superheld , Zürich, Limmat, 2020.
Der Boden unter den Füßen , Zürich, Limmat, 2019.
Das Steinauge & Galápagos , Eggingen, Klaus Isele, Collection Montagnola No 30, 2016.
Alles Übrige ergibt sich von selbst , St. Gallen, Verlagsgenossenschaft St. Gallen, 2015.
Der Stand der letzten Dinge , [Keller + Kuhn], Zürich, Limmat, 2008.
Der beste Tänzer , Frankfurt a.M., S. Fischer, 2003.
Im Zustand der Fuge , St. Gallen, Sabon, 2000.
Kalter Frieden , berndeutsche Fassung von Christian Hulfeld, Belp, Teaterverlag Elgg, 1998.
Die blauen Wunder , [Keller + Kuhn], Leipzig, Reclam, 1997.
Ich hätte das Land gern flach , Frankfurt a.M., S. Fischer, 1996.
Unterm Strich , [Keller + Kuhn], Düsseldorf, ECON-Taschenbuch-Verlag, 1994.
Der Sitzgott , mit Zeichnungen von Ingrid Tekenbroek, Eggingen, Isele, 1994.
Wie ist das Wetter in Boulder? , Frankfurt a.M., S. Fischer, 1991.
Gulp , Zürich, Benziger, 1988.