Christian Haller wurde 1943 in Brugg (AG) geboren. Er studierte Zoologie in Basel und erschloss den Nachlass des Schweizer Philosophen und Schriftstellers Adrien Turel. Während acht Jahren war er Bereichsleiter der «Sozialen Studien» am Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon (Zürich) und arbeitete dann vier Jahre als Dramaturg am Theater «Claque» in Baden. Von 1987 bis 1995 war er Präsident der Vereinigten Theaterschaffenden der Schweiz. Heute lebt er als freier Schriftsteller und Dramaturg in Laufenburg. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. erhielt Christian Haller 2007 den Schillerpreis für die Trilogie des Erinnerns.
Bibliographie
Als der idealistische Thyl Osterholz sich nach dem Studium beim einflussreichen «Institut für Soziales» um einen Aushilfsjob bewirbt, ahnt er nichts von dem steilen Aufstieg, der ihm bevorsteht: Schnell darf er Kongresse zu Ernährungspolitik und Atomkraft organisieren, reist in die USA und knüpft Kontakte in die Zirkel der Macht. Es sind die 70er Jahre, das Jahrzehnt der Ölkrise und des Club of Rome, in dem der Boom der Nachkriegszeit endet und den westlichen Staaten dämmert, dass es ewiges Wachstum und grenzenlosen Ressourcenverbrauch nicht geben kann. Doch hinter der glänzenden Fassade des Instituts, Treffpunkt internationaler Berühmtheiten, tobt ein gnadenloser Machtkampf, in dem sich alle Gewissheiten auflösen und Thyl selbst bald zum bloßen Spielball zu werden droht. Als schliesslich sein Förderer, der Institutsleiter Lavetz, zu immer fragwürdigeren Mitteln des Machterhalts greift, muss Thyl entscheiden, wo er eigentlich steht...
(Luchterhand Verlag)