Katinka Ruffieux, geboren 1968, wuchs in der Nähe von Zürich auf. Ihre Ausbildung zur Tourismusfachfrau führte sie zunächst auf Reisen, bevor sie in die Finanzwirtschaft wechselte. Erst spät entschied sie sich für ein Germanistikstudium an der Universität Zürich. Noch während des Studiums zog es sie zurück in die Praxis. Heute arbeitet sie freiberuflich als Redaktorin, unter anderem in der politischen Kommunikation. Die Autorin mit ungarischen Wurzeln lebt mit ihrer Familie an der «Pfnüselchüschte», wie das linke Ufer des Zürichsees im Volksmund liebevoll genannt wird.
Bibliographie
Hamburg,
Arche,
2025.
Endlich echte Schweizerin werden – das ist der grösste Wunsch der namenlosen Ich-Erzählerin mit ungarischen Wurzeln. Doch die familiären Bande sind so eng wie das Arbeiterhaus, in dem sie sich mit ihrer älteren Schwester und dem Grossvater das Zimmer teilen muss. Nach dessen Tod driftet die Familie zusehends auseinander, und die ältere Schwester bricht aus – sie ist kaum noch zu Hause, stürzt sich in die Jugendunruhen, die Anfang der 80er-Jahre das konservative Zürich aufmischen. Für die Jüngere ist klar: Nur eine von ihnen darf rebellieren. Doch als ihre Schwester eines Tages ganz verschwindet, begibt sie sich auf deren Spuren. Und das bleibt nicht ohne Konsequenzen.