Nadia Brügger, geboren 1991, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Geschlechterforscherin, Autorin und Literaturvermittlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Literatur und Geschlecht, Feministische Bewegung und Theorie sowie geschlechtsspezifische Gewalt. Nebst ihrer Forschung engagiert sich Brügger öffentlich für feministische Anliegen; so hat sie zum Beispiel das erste Recherche-Projekt zu Femiziden in der Schweiz mitinitiiert. Brügger lebt in Zürich.
Bibliographie
In den 1970er-Jahren nahm die literarische Produktion von Frauen in der Schweiz rasant zu. Unter den Autorinnen, die damals debütierten, waren Gertrud Leutenegger, Maja Beutler, Laure Wyss, Erica Pedretti, Hanna Johansen oder Claudia Storz. Manche Namen kennt man noch, andere gingen vergessen. Weshalb eigentlich? Das haben sich Nadia Brügger und Valerie-Katharina Meyer gefragt. Sie holen die Autorinnen und ihre Texte ans Licht und zeigen, wie diese die Schweizer Literaturlandschaft veränderten. Die Literatinnen vernetzten sich untereinander und suchten eigene Wege jenseits der systematischen Abwertung von «Frauenliteratur» – teils inner-, teils ausserhalb der damaligen Frauenbewegung. Sie machten bisher Verschwiegenes zum Thema und erprobten neue Schreibweisen. Eine wichtige Rolle spielte auch die Gründung des Verlags Edition R+F durch Ruth Mayer. Mit einer kommentierten Textsammlung der Schriftstellerinnen aus den 1970er- und 1980er-Jahren.
(Hier und Jetzt Verlag)