Marianne Schuppe, Sängerin und Komponistin, lebt in Basel und arbeitet an den Übergängen von Musik und Sprache. Sie studierte Bildende Kunst und Musik in einem interdisziplinären Modellstudiengang an der Hochschule Hildesheim (1979-82) und setzte ihre Gesangstudien in Südindien (1983 in Carnatic Music), bei Jolanda Rodio (1984-86) in der Schweiz und Michiko Hirayama (1988-2003) in Italien fort. Seit Mitte der achtziger Jahre ist sie international tätig als Sängerin und Vokalistin mit Arbeitsfeld zeitgenössische Musik, einschliesslich Uraufführungen, solistischer Tätigkeit, Improvisation und interdisziplinärer Projekte.
Bis etwa 2010 wurde sie vor allem durch ihre Veröffentlichungen der Vokalmusik Giacinto Scelsis, Morton Feldmans und als Improvisatorin bekannt. Seit 2008 entwickelte sie eine solistischen Arbeit für Stimme mit sparsamer Begleitung von Laute und E-Ponts : slow songs (2015) und nosongs (2018) als CDs in der Edition Wandelweiser erschienen. Ihre Arbeiten umfassen Text-Partituren, Gedichte, Essays und Kompositionen für Stimmen. Letztere entstehen aus der Erfahrung und Praxis als Sängerin und Lehrende und werden von Ensembles mit unterschiedlichem musikalischen und vokalen Hintergrund aufgeführt. Langjährige Lehrtätigkeit in der Schweiz, Deutschland und Japan an diversen Institutionen.
Bibliographie
Zürich,
Edition Howeg,
2024.
zwischen zwei anfängen
in leeren gras
liegt der rückweg
wird der fisch zur feder
(Edition Howeg)