Lukas Gloor

Lukas Gloor, geboren 1985 bei Baden, lebt heute in Olten. Er studierte Germanistik, Philosophie und Soziologie in Basel und Berlin und promovierte 2019 mit einer Arbeit zu Robert Walser. Er ist Mitherausgeber des Literaturmagazins Das Narr und veröffentlicht zahlreiche Artikel in Zeitschriften. Sein erster Roman Timbuktu erschien 2023 im Verlag Die Brotsuppe.

Bibliographie

Biel/Bienne, Die Brotsuppe, 2023.

Max steht am Fenster, vor sich den Kühlturm und die Dampfwolken, die sich in die Höhe schrauben. In Timbuktu, zwischen Atomkraftwerk, Schnellstrassen und Bahnstrecken, studiert er die Leute, hört mit Teresa Bob Dylan im Tankstellenshop, freundet sich mit der Katze an und träumt mit Gertrud von New York. Er streift durch die versehrte Landschaft und reist zu seinem fernen Grossvater, der im Sterben liegt.
Timbuktu berichtet in einer klaren Sprache voll absurdem Witz von einem Sonderling in einer sonderbaren Welt. Auf der Suche nach dem Erzählbaren, hin- und hergerissen zwischen Verbindlichkeit und Freiheit, Einsamkeit und Gemeinschaft, Sprechen und Schweigen bahnt er einen Weg durch die Gegenwart.
»Wie im Märchen einer auszieht, das Fürchten zu lernen, so kommt der Enkel eines störrischen Grossvaters nach Timbuktu. Einer der wildesten, zugleich fernsten und allernächsten Orte im Herzen der Schweiz. Dort zieht er ein, trinkt Kaffee, raucht, füttert die Katze und wartet, dass die Furcht kommt.« (Friederike Kretzen)

(Verlag Die Brotsuppe)