Sreten

Sreten, mit ganzem Namen Sreten Ugričić, wurde 1961 in Herceg Novi (Jugoslawien) geboren. Er studierte Philosophie in Belgrad und arbeitete danach an den Universitäten Priština und Budapest. Von 2001 bis zu seiner Absetzung durch die serbische Regierung 2012 leitete er die Serbische Nationalbibliothek in Belgrad. Seit 2012 lebt er in Zürich, seit 2016 ist er Forschungsmitarbeiter an der Universität Luzern. Sreten verfasst Romane, Erzählungen und Essays.

Bibliographie

Übersetzung von Andy Jelčić und Mascha Dabić , Zürich, essais agités, 2022.

Sreten ist ein Autor und Künstler, der sein Werk als Aufklärungsarbeit versteht. Dies demonstriert er auch in der Auswahl von Essays, die er zwischen 1984 und 2014 verfasste und die unter dem Titel Rätsel. Wendungen. Fallen hier erstmals auf Deutsch veröffentlicht werden. Sreten setzt sich darin mit einer breiten Palette von Fragen und Themen auseinander, in deren Kern es um das Verhältnis von Fantasie versus Geschichte und Sprache, von Identität versus Ähnlichkeit und Differenz geht, seine Texte handeln von Kunst und Religion, Exil und Existenz. Er bedient sich dafür einer Argumentationsform, die mit narrativen Verschiebungen, metaphorischer und ironischer Rede, mit Anekdoten, Rätseln oder Mystifikationen arbeitet. Dies verleiht seinen Texten einen ganz eigenen Stil, der den Essayisten Sreten auszeichnet.

(Essais agités)