Muska Murad wurde 2003 in Masar-e Scharif geboren. Nach der Flucht aus Afghanistan kam sie 2018 mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in die Schweiz. Muska lebt in Zürich und besucht an der Fachschule Viventa das Berufsvorbereitungsjahr. Auf dem Zürcher Radiosender LoRa moderiert sie die Sendung «Solhe Afghan». Auf ihrem Instagram-Account @shadukht_murad_afg_official veröffentlicht sie kurze Videoclips ihrer Gedichte. Sie spricht Dari, Pashto, Türkisch, Turkmenisch sowie Deutsch und Englisch.
Bibliographie
Im Rahmen eines Mini-Stipendiums am Jungen Literaturlabor JULL in Zürich hat Muska Murad zwischen Juni 2020 und März 2021 mit dem Autor und Schreibcoach Roland Jurczok aka Jurczok 1001 an der Übersetzung ihrer Gedichte gearbeitet. Die beiden haben sich regelmässig im JULL getroffen und eine Auswahl von Murads Gedichten aus dem Dari ins Deutsche übertragen. In «Wortsprich» schreibt Muska über ihr Heimatland Afghanistan, über die Flucht, die sie auf Umwegen in die Schweiz geführt hat. Sie schreibt über die Liebe und die Familie. Sie verurteilt die Angriffe auf die Bildungseinrichtungen in ihrer Heimat. Und sie äussert sich als junge Frau zur Chancengleichheit, hier und dort. Wörtlich übersetzt lautet der Titel dieses Buches «Unausgesprochene Wünsche und Schmerzen». Wir haben uns aber für «Wortsprich» entschieden, ein Wort, das Murad erfunden hat, als sie Jurczok ein Sprichwort erklärte. Mögen diese Worte zu euch sprechen! Das JULL-Mini-Stipendium ist eine gezielte Förderung für Jugendliche und junge Erwachsene, die sich engagiert dem Schreiben widmen. Sie werden während einer längeren Periode individuell von einer oder einem Schriftsteller*in betreut. Das JULL-Mini-Stipendium wird durch die Gamil Stiftung ermöglicht. Die Arbeiten zur vorliegenden Publikation wurden zusätzlich unterstützt von den Altstadtkirchen der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich.