Iris von Rothen (zuerst Meyer) wurde 1917 in Basel geboren. 1990 starb sie durch Suizid in Basel. Die Urgrossnichte der Meta von Salis wuchs in grossbürgerlichem Haus auf. Nach der Matura in Zürich studierte sie Rechtswissenschaften in Bern, Genf und Zürich, promovierte 1941 und erlangte 1946 das Anwaltspatent. 1946 heiratete sie Peter von Roten, Jurist, Redaktor und Politiker. Von 1943-1945 war sie Redaktorin des Schweizer Frauenblatts, von 1948-1949 weilte sie für einen Studienaufenthalt in den USA, war 1950-1951 Werbechefin bei Hanro und danach als freie Schriftstellerin tätig. Ihr Hauptwerk Frauen im Laufgitter. Offene Worte zur Stellung der Frau, eine soziologische Analyse der Frauendiskriminierung, stiess 1958 wegen seiner Radikalität auf heftige Kritik selbst innerhalb der damaligen Frauenbewegung und wurde erst in den 1980er Jahren als feministisches Standardwerk (Feminismus) wiederentdeckt. Als Skandalautorin diffamiert, zog sich Iris von Roten aus der öffentlichen Diskussion zurück und betätigte sich fortan als Reisepublizistin und Kunstmalerin.
(Quelle: (link: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/009373/2020-01-24/ text: Historisches Lexikon der Schweiz popup: yes))