Viola Cadruvi

Viola Cadruvi

Viola Cadruvi è creschida si giu la Bassa en ina chasada rumantsch-tudestga. Ella ha studegià germanistica, istorgia e rumantsch e lavura sco assistenta a l’Universitad da Turitg.
Viola Cadruvi scriva dapi onns regularmain e publitge­scha en divers periodics. L’onn 2014 ha ella gudagnà il Premi Term Bel per si’istorgia «La dunna da Benedetg Albin» e 2018 il premi dal public per «La curridra».

Viola Cadruvi (1992) ist im Unterland in einem rätoromanisch-deutschen Haushalt aufgewachsen. Sie hat Germanistik, Geschichte und Rumantsch studiert und arbeitet als Assistentin an der Universität Zürich.
Viola Cadruvi schreibt Kurzgeschichten, längere Erzählungen und Kolumnen. 2014 hat sie den Premi Term Bel der rätoromanischen Literaturtage gewonnen, 2018 den Publikumspreis.

(Chasa Editura Rumantscha)

Bibliographie

Cuira, Societad Retorumantscha, 2024.

Die Denkfiguren des Weiblichen, welche sich in der zeitgenössischen rätoromanischen Literatur finden, materialisieren sich in besonders konservativen bis hin zu besonders progressiven Frauenfiguren. Es finden sich aufopferungsvolle Mütter neben solchen, die das Bundeshaus stürmen, es finden sich geheimnisvolle Verführerinnen neben Frauen, die selbstbewusst für ihre sexuellen Bedürfnisse einstehen. Es findet sich die Jungfrau in Nöten und die selbstbewusste Teenagerin, die mit ihren Sprüchen auf die Welt der Erwachsenen herabschaut. Die rätoromanischen Frauenfiguren sind diverser, als man es auf den ersten Blick möglicherweise annehmen möchte. Es sind Figuren, die andere, neue Perspektiven bieten. Und erst ihre Wahrnehmung ermöglicht ein ganzheitliches Verständnis der gesellschatlichen Wünsche, Hoffnungen, Ängste und Verweigerungen, welche in der rätoromanischen Literatur eingewoben sind.

(Societad Retorumantscha, Romanica Raetica 26)

Panuglias da fim , Zürich, Ediziun Apart, 2021.
La feglia dal fraissen , Cuira, Chasa Editura Rumantscha (Ord Chadaina 5), 2020.