Jacques Guidon wurde am 22. Juli 1931 in Zernez in eine Bauernfamilie geboren. Nach dem Lehrerseminar in Chur (1947–1951) unterrichtete er ein Jahr lang an der Primarschule in Versam. Dann bildete er sich an der Universität Zürich zum Sekundarlehrer aus. Von 1954 bis 1984 wirkte er als Sekundarlehrer in Pontresina, Zuoz und Zernez. 1984 bis 1994 war er Kulturanimator der rätoromanischen Dachorganisation Lia Rumantscha. 1971 war er Mitbegründer und dann 20 Jahre lang Redaktor der Satirezeitschrift «Il Chardun» (die Distel). Guidon ist in der politischen Opposition sehr engagiert. Er lebt mit seiner Frau Eva, mit der er seit 1966 verheiratet ist, in Zernez. Jacques Guidon tritt sowohl als Schriftsteller als auch als Maler hervor. Seine Malerei wird dem abstrakten Expressionismus zugerechnet. Es entstanden aber auch Wandbilder, Illustrationen und Karikaturen. Guidon schreibt in den Idiomen Vallader und Puter und auch deutsch. Sein schriftstellerisches Werk umfasst Dramen, Erzählungen und Satiren. Er hat auch zahlreiche Werke anderer Autorinnen und Autoren übersetzt.
Ausgewählte Bibliographie
Raquints. Lavin, Chasa paterna, 1989.
L'iral, gö liber [Freilichtspiel]. Sent, Tribüna Valladra, 1991.
Bras-cher. Raquints II. Zernez, Chasa paterna, 1996.
La svouta, gö liber [Freilichtspiel]. Zuoz 2000. Zernez, j. Guidon, 2000.
Zisca. Drama. Ovra originala en vallader e rumantsch grischun. Cuira, Lia Rumantscha, 2001.
Lumbard. Schlarigna, Uniun dals Grischs, 2009.
Quer-Gedanken. Chur, Desertina, 2011.
Satirisches Bilderbuch = Cudesch illustrà satiric. Chur, Desertina, 2014.
Aforissems e chazrarias. Zernez, J. Guidon, 2016.
Betschlas. Zernez, Jacques Guidon, 2020.