Sabine Gisin, 1987 geboren, studierte am Schweizer Literaturinstitut, machte den Master und arbeitet als Autorin und literarische Übersetzerin aus dem Norwegischen. Sie wohnt mit ihrer Tochter in Basel.
Bibliographie
«Das Mädchen kauerte sich zusammen, Arme um die Knie geschlungen. Es war kalt. Ich werde mir eine Krankheit einfangen. Ich habe mich für unverwundbar gehalten, gedacht, ich müsse mich dem Leben nur immer schön aussetzen, dann würde ich wachsen und verwegen und stark werden.
Teneber Vid, hatte Vater gesagt, ist der schrecklichste aller Geister, denn er ist die Leere.»
Teneber Vid ist die Geschichte über das Mädchen, das sich erwachsen werdend in die Welt wirft.
Auf seiner Reise begegnet es merkwürdigen Schlossbewohnern, mitunter bedrohlichen Männern und einem Jungen, der ganz anders zu sein scheint.
Sabine Gisin erzählt in virtuoser Sprache von der Suche nach sexueller Identität und Selbstbestimmung.
«Bei diesem Mädchen und in dem Roman, durch den Sabine Gisin es begleitet, wirkt vieles zusammen: eine höchst eigenwillige, dennoch klare Sicht auf Menschen und Orte, stilistische Originalität, komische Melancholie, unbändiger Überlebensmut und eine gar nicht sentimentale und deswegen so berührende Sehnsucht nach jener traumwandlerisch sicheren Nähe, die es mal gab in den wahrhaftigen Märchen der Kindheit.» (Katja Lange-Müller)
(Buchpräsentation, Verlag Die Brotsuppe)
Ausgewählte Bibliographie
Gunstein Bakke, Maud und Aud. Ein Roman über Verkehr. Aus dem Norwegischen von Sabine Gisin. Biel/Bienne, Die Brotsuppe, 2019.
Kjersti Rorgemoen, Hoffnung und Fest. Aus dem Norwegischen von Sabine Gisin. Biel/Bienne, Die Brotsuppe, 2021.