Ursula Fricker

Ursula Fricker
© Ekko von Schwichow

Ursula Fricker, 1965 in Schaffhausen geboren, studierte Sozialarbeit in Bern, arbeitete in einem Heim für geistig behinderte Menschen und in der Theaterpädagogik. Sie hat bisher vier Romane veröffentlicht. Ihr dritter Roman Außer sich (2012), war nominiert für den Schweizer Buchpreis 2012. Mit ihrem vierten, Gesund genug, war sie Finalistin des Alfred-Döblin-Preises 2021; für das Manuskript erhielt sie ein «Arbeitspaket»-Stipendium des Landes Brandenburg. Im Herbst 2022 wird sie mit dem Georg Fischer Kulturpreis der Stadt Schaffhausen ausgezeichnet. Ursula Fricker lebt in der Märkischen Schweiz in der Nähe von Berlin.

(Atlantis Verlag)

Bibliographie

Zürich, Atlantis, 2024.

Ines und Lenni, eine über Jahrzehnte gefes­tigte Liebe, eine vertrauensvolle Partner­schaft. Sie Dermatologin und er Landarzt, leben sie mit ihrer Tochter, die Cello spielt, im Berliner Umland. Von ihrem Haus aus ist in der Senke der schieferfarbene See zu sehen, kein großer See, ein fehlendes Puzzle­teil, wie Ines immer sagt, als fehlte ausge­rechnet dort das letzte Puzzleteil der Erde. In ihr Leben, das der beste Freund eindeutig zu kitschig findet, platzt die charismatische Edda hinein. Mit ihrer Idee von absoluter Kunst wird sie für Ines zunehmend zum Faszi­nosum. Die spricht plötzlich von unerfüllten Jugendträumen und vernachlässigt alles, was ihr einmal wichtig war – ihre Tochter, ihren Beruf, Lenni. Als Edda sie für ein innovatives Theaterprojekt gewinnen will, lässt Ines ihr altes Leben fallen und stiehlt sich einfach davon.

(Atlantis Literatur)

Gesund genug , Zürich, Atlantis, 2022.
Lügen von gestern und heute , München, dtv, 2016.
Ausser sich , Zürich, Rotpunktverlag, 2012.
Das letzte Bild , Zürich, Rotpunktverlag, 2009.
Fliehende Wasser , Zürich, Pendo, 2004.