Leontina Lergier-Caviezel

Leontina Lergier-Caviezel

Leontina Lergier-Caviezel (1956) ist in Vrin/Val Lumnezia aufgewachsen.
Sie hat Gedichte und Erzählungen in verschiedenen Reihen publiziert. Für die Tageszeitung La Quotidiana schreibt sie regelmässig Kolumnen. Ihr Erstling Romana erschien 2006 (Nies Tschespet). 2011 erschien Nus duas (Chasa Editura Rumantscha, vergriffen).
Leontina Lergier-Caviezel lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Bern.

(Chasa Editura Rumantscha)

Bibliographie

Übersetzung von Jano Felice Pajarola , Biel/Bienne, die brotsuppe / ch reihe, 2020.

Ein Bergdorf im romanischsprachigen Graubünden der 1960er-Jahre. Andrea, eine junge Eingeheiratete aus dem Unterland, versucht den seltsamen Bann um die alte Urschla zu brechen, «die Stumme», wie sie von den Einheimischen nur genannt wird. Jeder weiss, wann sie ihre Sprache verloren hat, doch um das Warum hat sich ein Mantel aus Schweigen, Unwissenheit und Gerüchten gelegt. Um herauszufinden, was am Tag des Unglücks vor vielen Jahren tatsächlich geschehen ist, wagt Andrea Opposition gegen die ungeschriebenen Regeln einer dörflichen Gemeinschaft – und bricht damit auch die Gesetze, die in der Familie ihres eigenen Mannes gelten.
Die Frau komme zu kurz in der von Männern dominierten rätoromanischen Literatur, findet Leontina Lergier-Caviezel. Ihre Romane sollen dieses Missverhältnis ein Stück weit ausgleichen, mit Frauenfiguren aus Frauenschreibhand. In dieser Hinsicht ist Hinter dem Gwätt – 2018 unter dem Originaltitel Davos ils mugrins erschienen – eine logische Fortsetzung ihrer bisherigen literarischen Arbeit, denn auch in ihrem jüngsten Roman spielen Frauen die letztlich zentralen Rollen.
Mit Hinter dem Gwätt liegt nun erstmals ein Roman von Leontina Lergier-Caviezel in deutscher Übersetzung vor.

(Buchpräsentation verlag die brotsuppe)

Davos ils mugrins , Cuira, Chasa Editura Rumantscha, 2018.
Nus duas , Cuira, Chasa Editura Rumantscha, 2011.
Romana , Trun, Romania, 2006.
Martin va a scola , dessegns da Gieri Schmed, Turitg/Cuera, Ovra svizra da lectura per la giuventetgna/Ligia romontscha, 1982.