Anita Hansemann wurde 1962 geboren. Sie wuchs in Saas im Prättigau auf und lebte später in Zürich. Sie studierte an der Fachhochschule Zürich Soziale Arbeit. Seit 2004 schrieb sie Theaterstücke, Kurzhörspiele, Kurzfilmdrehbücher, Kindergeschichten und Prosa. Anita Hansemann ist am 28. Juni 2019 bei einem tragischen Unfall gestorben.
Bibliographie
Anita Hansemann lässt in ihrem Debütroman gekonnt die von Sagen, Aberglauben und Naturgewalten geprägte Bergwelt lebendig werden und schildert sensibel die Gefühlswelt deren Bewohner.
Nach dreissig Jahren wird die sagenumwobene weisse Gämse wieder im hochgelegenen Seitental des bündnerischen Prättigaus gesichtet. Mit ihr kehren auch alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Das letzte Mal wurde das Tier in dieser Gegend gesehen, als Viid, der junge Jenische, verunglückte. In Rückblenden wird von der Kindheit und Jugend von Mia und Viid erzählt, die trotz des heftigen Widerstands der Dorfgemeinschaft eine innige Freundschaft und Liebe verband. Mia rebellierte damals mit ungestümem Gerechtigkeitssinn gegen das Dorf und die eigene Mutter, ohne zu wissen, welches Geheimnis deren Verbitterung zugrunde liegt.
(Buchpräsentation Edition Bücherlese)