Gianna Olinda Cadonau

Gianna Olinda Cadonau
© Yanik Bürkli / Bündner Tagblatt

Gianna Olinda Cadonau wurde 1983 in Indien geboren. Sie ist in Scuol aufgewachsen, hat in Ftan die Mittelschule absolviert, in Genf internationale Beziehungen und in Winterthur Kulturmanagement studiert und ist gegenwärtig an der Lia Rumantscha in Chur für die Kulturförderung verantwortlich. Nebenamtlich ist Gianna Olinda Cadonau Kopräsidentin des Kleintheaters La Vouta in Lavin und hat vermehrt Einsitz in kulturelle Gremien Graubündens. Gianna Olinda Cadonau lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in Chur. Für ihren Gedichtband L'ultim'ura da la not hat sie den Preis Terra Nova 2017 der Schweizerischen Schillerstiftung bekommen.

Gianna Olinda Cadonau (*1983) es creschüda sü a Scuol, ha absolt la scoula primara a Scuol ed il gimnasi a Ftan, stübgià relaziuns internaziunalas a Ginevra e management da cultura a Winterthur. L'autura viva cun seis hom e lur figl a Cuoira. Gianna Olinda Cadonau es respunsabla per la promoziun da la cultura a la Lia Rumantscha, activa in divers gremis culturals grischuns e maina insembel cun Anna Sararda Campell ‚La Vouta’ a Lavin.

editionmevinapuorger

Bibliographie

Basel, Lenos, 2023.

In einem abgelegenen Bergdorf lernt die Journalistin Vera einen jungen Fremden kennen. Sie schreibt an einem Artikel über rätoromanische Literatur, er hat ein altes Haus geerbt und versucht seine Kriegserinnerungen hierhin zu verbannen. Die beiden treffen sich zu Spaziergängen, essen zusammen in der Dorfbeiz und erzählen sich nach und nach mit wenigen Worten von ihrer Vergangenheit. Kálmán erinnert Vera an ihre ältere Schwester Sophia, die ihrerseits in einer eigenen Welt lebt. Als Sophia zu Besuch kommt, begegnet auch sie dem geheimnisvollen Kálmán, und es entsteht eine überraschende Verbindung, die beide verändert.
Mit starken Bildern erzählt Gianna Olinda Cadonau von der Begegnung traumatisierter Menschen. Ein Roman, der ohne Erklärungen auskommt und gleichzeitig Unsagbares sichtbar macht. Ein universelles, beeindruckendes Debüt.
Der Roman wurde 2022 mit dem Studer/Ganz-Preis für das beste unveröffentlichte Debütmanuskript ausgezeichnet.

(Lenos Verlag)

5 idioms 5 dunnas , Übersetzung von Isa Terrol Valls und Denise Mützenberg , Le Grand-Saconnex, La Sarraz, Les Troglodytes, 2023.
pajais in uondas – wiegendes Land , Vorwort von Rut Bernardi, postfacziun da l’editura, Turich, editionmevinapuorger, 2020.
Ultim'ura da la not / Letzte Stunde der Nacht , Zürich, editionmevinapuorger, 2016.