Franz Dodel wurde 1949 in Bern geboren. Er ist Schriftsteller und Theologe und arbeitete bis 2012 an der Zentralbibliothek Bern. Er ist Hauptpreisträger des Heinz-Weder-Preises für Lyrik 2003, erhielt 2008 den Österreichischen Staatspreis und 2009 und 2011 den Literarischen Preis der Stadt Bern. Franz Dodel lebt in Boll-Sinneringen (BE) und Lugnorre (FR).
Bibliographie
Seit über 20 Jahren schreibt Franz Dodel an seinem einzigartigen Endlos-Poem Nicht bei Trost, das inzwischen auf über 48 000 Verse mit abwechselnd 5 und 7 Silben angewachsen ist. Täglich arbeitet der Autor an dem sich wie von selbst fortspinnenden Textgewebe, das sich nicht an Ende, Ziel und suspekten Trostangeboten orientiert, sondern an der Offenheit schweifender Reflexion und sinnlich genauer Betrachtung. Durch den ruhigen rhythmischen Wortstrom fügen sich die Fülle von Dodels Bildern und Zitaten, biografische Erinnerungsbruchstücke und Naturbetrachtung zu einer «leichtfüßig mäandrierenden Reflexion über Gott, die Welt und das Ich» (Beat Mazenauer).
Der nun vorliegende achte Teil von »Nicht bei Trost« umfasst die Verse 42 001–48 000 und erscheint in derselben Ausstattung wie die bisherigen Bände: feinstes Dünndruckpapier im geschmeidigen Lederfasereinband.
«Man nimmt dieses wunderschöne Buch gerne in die Hand und lässt sich von den Versen fesseln und mitziehen. Nicht bei Trost ist ein Sich-Treiben, das in den Bann zieht. Man wird – wo auch immer man einsteigt – sanft umgarnt von den Silbenbanden und kann nach einiger Zeit nicht umhin, selbst ins 5-7-5-7 Denk-, Kontemplations- und Dichtschema zu fallen. Ein sanfter Fall, der ungeahnte Türen öffnet.» (Markus Köhle, Schweizer Monatshefte)
(Edition Korrespondenzen)