Dina Sikirić wurde 1955 in Zagreb geboren und ist in Basel aufgewachsen. Sie studierte an der Schauspielakademie Zürich und arbeitete als Schauspielerin an verschiedenen deutschsprachigen Theatern (u.a. in Basel, Stuttgart und Freiburg). Nach dem Studium der persischen, spanischen, italienischen und portugiesischen Sprache und Kultur war sie als Sprachlehrerin und Übersetzerin tätig. Sie lebte in Deutschland, Frankreich, Madrid, London und auf Mauritius; seit 2007 lebt sie wieder in Basel.
Bibliographie
«Wer weiß, mein Kind, was den Fluss bewegt.» Dieser Satz, den die Mutter ihrer Tochter mit auf den Weg gibt, wird zum Leitmotiv des Lebens der jungen Protagonistin. Sich im stetigen Fluss befindend, pendelt sie zwischen Heimat- und Aufenthaltsland, alter und neuer Kultur, ohne sich jemals vollends in eine hineinfinden zu können. Dennoch träumt das fremde Kind, wie jedes andere auch, von Liebe, Zärtlichkeit, Freundschaft und vor allem Zugehörigkeit. Dina Sikirić beschreibt eindrucksvoll die Ankunft im neuen Land und die damit verbundenen Gefühle des Fremd- und Andersseins, die anfängliche Sprachlosigkeit sowie die Kontraste zwischen dem alten und neuen Leben - und erörtert so letztlich die Frage der Ent- und Verwurzelung. Aus der Perspektive des jungen Mädchens geschrieben, eröffnet sich eine besonders offene, aber niemals anklagende Betrachtung. So lernen wir, dass «Fremdsein», auch oder gerade von einem Kind, nicht nur als schmerzhaft und bedrohlich erlebt wird, sondern dass es auch Welten öffnet: der Einbildung, des Traums, der Erinnerung und der Fantasie.
(Buchpräsentation Waldgut)