Nach der Waadtländer Kindheit und dem Musikstudium hat Alice Rivaz (1901-98) ihr ganzes Leben in Genf verbracht, wo sie während vielen Jahren bei der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) arbeitete. Nachdem sie während den 1940er Jahren drei Bücher veröffentlicht hatte (darunter Bemesst die Zeit), musste sie das Pensionsalter abwarten, um, in Romanen, Erzählungen und Novellen, das Universum der Frauen – in der Familie, bei der Arbeit, in der Liebe – aufs Neue zu erkunden. Ihre fünf Romane – unter denen Schlaflose Nacht als das Meisterwerk gilt –, ihre zwei Novellenbände, ihre Erzählungen und ihre Notizen mit dem Titel Traces de vie sind alle neu herausgegeben worden, grösstenteils bei Éditions de l’Aire. Rivaz’ Werk ist unter anderem 1980 mit dem Grand Prix C. F. Ramuz ausgezeichnet worden.
Auszug aus: Daniel Maggetti, Lectures conseillées, Vevey, L’Aire bleue, 2002.