Bruno Heinzer, 1955 in Zürich geboren, hat an über vierzig Orten im In- und Ausland gelebt und wohnt heute in Arth (das leider nicht am Meer liegt). Er arbeitete als Journalist und Fotograf und war zuvor lange bei Greenpeace tätig. Heinzer mag Katzen, Kühe, Karten und Spiele. Er kocht gern, vor allem selber erbeutete Fische und Pilze, Japanisches und Italienisches.
Bibliographie
Remo Schneider wird von der internationalen Umweltorganisation Terra für ein Jahr nach Tokyo geschickt, um eine Kampagne gegen Gentech-Soja zu lancieren. Seine Berufserfahrung und Weltläufigkeit lassen ihn zuversichtlich in die grösste Stadt der Erde ziehen.
Doch Japan ist anders. Nicht nur harzt es anfänglich aus unerfindlichen Gründen im Team, auch sein Repertoire an Aktionsformen passt nicht zur Mentalität seiner neuen Umgebung. Die Angst der Menschen vor offener Konfrontation und der dichte Filz aus Politik, Wirtschaft und Medien lassen ihn fast verzweifeln. Es dauert eine Weile, bis Remo mit einer verwegenen und witzigen Idee der Durchbruch gelingt und er die umweltfeindlichen Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie aufdecken kann.
Doch dabei legt er sich unwissentlich mit der Yakuza an, der japanischen ›Mafia‹, die grosse Teile der Fleischproduktion kontrolliert und aus der Katastrophe von Fukushima in abscheulicher Weise Profit zu machen versucht. Remo kommt ins Gefängnis und muss schliesslich untertauchen …
Wie beim titelgebenden Fugu, dem Kugelfisch, der sowohl tödliches Gift als auch Delikatesse sein kann, liegen Glück und Gefahr in diesem Roman nahe beisammen. Frisch und witzig geschrieben, zeichnet er ein farbiges Bild des heutigen Japan – mit Glanzpunkten, Schwierigkeiten und Fettnäpfchen für Leute aus dem Westen – und bietet gleichzeitig Einblick in die Arbeit einer engagierten Umweltorganisation.
(Buchpräsentation Edition 8)