Werner Morlang (1949-2015) wurde in Olten geboren. Der freischaffende Germanist, Kulturjournalist, Literaturkritiker und Buchautor lebte in Zürich. Er war Übersetzer aus dem Englischen u. a. von Frank Budgen, Eric Ambler und John Cowper Powys. Acht Jahre lang leitete er das Zürcher Robert Walser-Archiv der Carl Seelig-Stiftung in Zürich und war seit 1981 Mitherausgeber von Walsers mikrografischem Nachlass.
Bibliographie
Zürich,
Nagel & Kimche,
2003.
Der philosophisch-dichterische Grenzgänger Ludwig Hohl (1904-1980) hat sich so überzeugend als Geheimtipp qualifiziert, dass er es bis heute geblieben ist. Namhafte Kollegen von Albin Zollinger, Frisch, Dürrenmatt bis zu Canetti priesen sein Werk, viele suchten das umraunte Genie im Kellerloch persönlich auf. So entstand eine anekdotisch gespickte Legende, die Hohls Erscheinung eher verfremdet als beleuchtet. Werner Morlangs Gespräche mit Hanny Fries, Hohls Gefährtin, eine Auswahl bislang unveröffentlichter Briefe und eine Vielzahl von Bildern, darunter über zwanzig Porträts, die Fries von ihm anfertigte, zeigen Hohl als einen genialischen und ungeheuer beharrlichen Menschen.