Daniel Schwartz wurde 1955 in Olten geboren. Er ist Fotograf und Schriftsteller.
Bibliographie
Zentralasien gleicht noch immer einer Terra Incognita. Städte wie Buchara oder Samarkand rufen exotische Gefühle hervor, die durch Begriffe wie Burka, Taliban und Korruption wieder zunichte gemacht werden. Auf den Spuren von Nicolas Bouvier, Ella Maillart und Annemarie Schwarzenbach hat sich auch der Zürcher Fotograf Daniel Schwartz in diese Region zwischen dem Kaspischen Meer und der westchinesischen Provinz Xinjiang aufgemacht, um sie durch Reisen und durch ausgedehnte Lektüren kennen zu lernen. Sein voluminöser, fast 1000-seitiger, eng bedruckter Band Schnee in Samarkand stellt die geopolitisch bedeutsame Gegend in beinahe enzyklopädischer Fülle vor. Während die einführenden Essays mit ihrer Dichte und Sprunghaftigkeit leider nur schwer begreifbar sind, vermitteln vor allem die Tagebuchaufzeichnungen mit ihren Geschichten, Begegnungen und historischen Vertiefungen einen anschaulichen, schillernden Eindruck einer noch immer fremd anmutenden Welt. Schade nur, dass dabei vor allem auf illustrierende Karten verzichtet wurde.