Urs Frauchiger wurde 1936 in Mungnau (BE) geboren. Er war Cellist, Generalsekretär der europäischen Musikhochschulen und Honorarprofessor der Universität Bern. Ab 1970 betreute er die Musikabteilung des Deutschschweizer Rundfunks, 1977 wurde er zum Direktor von Konservatorium und Musikhochschule Bern gewählt. Von 1992 bis 1997 leitete er die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Er erhielt mehrere Buchpreise, den Paul Haupt-Preis sowie die Grosse Ehrengabe der UBS-Kulturstiftung.
Bibliographie
Wir erzählten einander, wie, wo und warum ein Gedicht uns betroffen, bewegt hatte, weshalb es durch die alte und die neue Unübersichtlichkeit hindurch bei uns geblieben war. Lederstrümpfe waren wir, Spurensucher im lyrischen Geheimnis, ohne das ein Gedicht keines ist. Ein Kenner, dem unsere Texte unter die Augen gerieten, wunderte sich über ihre «erstaunliche Offenheit». Mich erstaunte solches Erstaunen. Wie anders kann man denn über Gedichte reden als offen?» Urs Frauchiger
«Ich merkte, dass mir da einer gegenübersass, der mit dem Gedicht, dieser dichtesten und anspruchsvollsten Sparte der -Literatur, zugleich aber der literarischen Stiefmütterchen-Gattung unserer Zeit, von Kindheit an vertraut, ja verschworen ist, einer, der mit zahlreichen Gedichten vom Mittelalter bis in die Neuzeit gleichsam unter einem Dach lebt, mit ihnen spricht, streitet, und ihnen immer wieder seine Wertschätzung, ja seine Liebe bekundet.» Erwin Messmer
(Buchpräsentation Offizin)