Und täglich ein neuer Toter

Vier Schweizer Kriminalromane

Fokus vom 20.05.2019 von Beat Mazenauer

Wir leben in ausgesprochen friedlichen Zeiten. Dieser Eindruck könnte zumindest entstehen, wenn wir unseren Lebensalltag mit den zahllosen Kriminalromanen vergleichen, die zurzeit auf den Markt geschwemmt werden. Landauf landab wird gemordet, vergewaltigt, betrogen, dass keine Polizei der Welt die Nachfrage nach Aufklärung befriedigen könnte; ganz abgesehen davon, dass sie sich oft unanständig dumm bei ihren Ermittlungen anstellt. Der Krimiboom offenbart zwei Tendenzen: zum einen die monotone Wiederholung von ähnlichen Konstellationen und Verbrechen, zum anderen die permanente Zuspitzung zu Mordserien, die ihre Dosis stetig erhöhen müssen, um das Spannungsniveau halten zu können. Dennoch erscheinen immer wieder auch hochspannende, intelligente, sprachlich wunderbar elaborierte Kriminalromane.

Die Autoren Markus Bundi, Hansjörg Schertenleib, Roger Graf und Wolfgang Bortlik haben unterschiedlichen Anteil an dieser Entwicklung. Während Graf und Bortlik als routinierte Krimiautoren bezeichnet werden können, die längst ihre Spuren im heimischen Krimischaffen hinterlassen haben, sind Bundi und Schertenleib mit ihren jüngsten Romanen Debütanten in diesem Genre. Ein Vergleich der vier Bücher fördert ebenso genrespezifische Übereinstimmungen wie trennende Strategien und Elemente zu Tage.
Eine der Gemeinsamkeiten sei gleich eingangs vermerkt: Jeder der vier Kriminalgeschichten präsentiert gleich eingangs auf den ersten Seiten eine Leiche, um die jeweils im Untertitel ausgelöste Erwartung zu erfüllen.

Ein totes Mädchen in der Agglo

In der Schweizer Krimiszene ist Roger Graf seit Jahren eine bewährte Grösse. Mit den kurzen Maloney-Krimis für Radio SRF3 erweist er sich als gewiefter Plot-Erfinder, der auch mit Ironie trefflich umzugehen weiss. Sein jüngstes Buch Das zweite Bild, der fünfte Fall für Kommissar Stauffer, kommt ernsthafter und ambitionierter daher. Es erzählt von einem Entführungsfall in der Zürcher Agglomeration. Ein elfjähriges Mädchen verschwindet an einem garstigen Wintertag spurlos. Die Suche verläuft ergebnislos. Zwei nachfolgende Morde lassen aber aufhorchen, weil es sich bei den Ermordeten um Pädophile handelt. Ein Zusammenhang bietet sich an, zumal in der Gegend ein weiterer, vorbestrafter Pädophiler wohnt. Hinzu kommt, dass sich ein paar selbsternannte Helfer auffällig beflissen benehmen. Und was weiss die seltsame Therapeutin?

In diesem Geflecht aus Fragen, Hypothesen und Verdachtsmomenten versuchen sich Damian Stauffer und sein Team zu orientieren. Es erwartet sie eine zermürbende Kleinarbeit, die vorab dem Jüngsten im Team nicht behagt. Er möchte schneller, härter agieren. Auch wenn sich hier (wie sehr oft in Kriminalromanen) recht vieles wie zufällig zusammenfügt, gelingt es Roger Graf, diese Zufälle sinnfällig und ungezwungen miteinander zu verknüpfen. Die Fährten führen zum Ziel, aber nicht gleich bei der ersten Abzweigung.

Besonders geprägt wird Das zweite Gesicht durch seinen Handlungsort in der viel gescholtenen Agglomeration: eine Brutstätte für das Verbrechen – gewissermassen. Die Agglo nordöstlich von Zürich zeigt sich hier in winterlicher und trüber Stimmung. Roger Graf legt speziellen Wert darauf, zu beschreiben, was die Leute hier denken und beschäftigt. Er trägt seinem Ermittlerteam auf, genau hinzuschauen und gut zuzuhören. Das ist Teil der mühevollen Polizeiarbeit. Das Verfahren gelingt da, wo der Hörspielautor Graf die Menschen miteinander in lebhafte Gespräche verwickelt. Eine weniger glückliche Hand verraten seine Beschreibungen der Örtlichkeiten. Roger Graf erzählt nüchtern und sachlich, ohne Überschwang, mit dem Effekt, dass die Erkenntnisse über die Agglomeration wie auch die akribisch beschriebene Polizeiarbeit etwas langatmig daherkommen – ein Preis ihrer unaufgeregten Realitätsnähe.

Insgesamt ist Das zweite Bild ein routinierter Krimi, der den Fall des entführten Mädchens aus der Optik der ermittelnden Polizisten schildert. Roger Graf operiert dabei mit bewegenden Motiven wie Kindsentführung und Pädophilie, reizt diese aber nicht haarsträubend aus. Die Spannung hält er gleichwohl bis zum Ende gekonnt aufrecht.
Die Ermittler gehen ihrer Aufgabe sehr professionell nach. Das Privatleben kommt ihnen dabei kaum in die Quere. Nur einer, Walter Wenger, ist unlängst aus dem Ermittlerteam ausgeschieden. Er konnte alle die Vermissten und Toten nicht mehr ertragen. Von Frau und Tochter längst verlassen, sitzt er nun medikamentös beruhigt in der Psychiatrischen Klinik und hofft, dass seine Gefühlen wieder ins Lot kommen. Dieser beschädigte Ermittler ist ein Standardmotiv in modernen Kriminalromanen. Er muss auch all die privaten Sorgen und heimlichen Kämpfe ausfechten, die eine schwierige Arbeit mit sich bringt. Alkohol und Einsamkeit sind oft der Preis dafür.

Schnee im Basler Teigg

Intensiver als Roger Graf bezieht Wolfgang Bortlik die geographische Region, also die Stadt Basel, in seine Kriminalromane mit ein. Nicht zum ersten Mal geraten in seinem jüngsten Buch Uferschnee die beiden Freunde Gsöllpointner und Fischer einander in die Quere, wobei diese abermals einer glücklichen Auflösung des Falles nicht im Wege steht. Während der resolute Kommissär Gsöllpointner über eigenartigen Vorgängen rätselt, die mit dem Handel von Kokain zu tun haben, stolpert der «Discountdetektiv» und Literaturkritiker Fischer per dummem Zufall und persönlicher Verwicklung mitten in den Fall. Die beiden bilden ein ungleiches Paar, sind und bleiben einander aber trotz der dummen Zufälle gewogen.

Beim vorliegenden Fall scheint es sich auf den ersten Blick bloss um eine Angelegenheit unter kleinen Ganoven zu handeln. Ein Toter ist indes ein Toter und verlangt genaue Abklärungen, die bald Stufe um Stufe die Gesellschaftsleiter hinaufführen. Koks ist auch in der Basler Elite beliebt. Während sich die Ganoven in Muckibuden fit halten, hält diese mit gepuderter Nase den Anforderungen der Zeit stand.

Es dauert allerdings ein Weilchen, bis in Uferschnee so richtig in Fahrt kommt. Es geht dabei das rechte Rheinufer zwischen Dreirosenbrücke und Riehen Süd rauf und runter, beleuchtet nur von schwachen Laternen. Wolfgang Bortlik kennt die Gegend aus dem Effeff, und er weiss dazu etwelche Anekdoten zu berichten. Seine Erzählung fächert er auf zwei parallel geführte Stränge auf: der eine verfolgt die Bemühungen von Gsöllpointner und Fischer, wobei hier schnell auch private Angelegenheiten mit hineinspielen, die eigentliche Polizeiarbeit wird – im Unterschied zu Roger Grafs Romans – nur ganz am Rande festgehalten. Nebst Basel verbindet die beiden «fast Freunde» vor allem der Fussball, der in allen Lagen zur Sprache kommt, die Literatur dagegen markiert einen Graben zwischen ihnen. Im Gegensatz zum Bücherfreak Fischer graust es Gsöllpointner davor, dass er auf dringlichen Wunsch seiner Gemahlin der Verleihung des Literaturpreises beiwohnen sollte. Gerade bei diesem Anlass beweisen die beiden Protagonisten aber, wie gut eingespeilt sie im Grunde agieren.

Der zweite Erzählstrang folgt der Spur des Kokains in einem anonymisierten Umfeld, in dem nur von Mister X oder Mister Z die Rede ist. Deshalb bleibt der Zusammenhang zwischen den beiden Erzählsträngen lange Zeit im Dunkeln, erst nach und nach wird er erahn- und schliesslich erkennbar.

Wie bei Roger Graf ist das Feld der ins Verbrechen involvierten Personen relativ übersichtlich, aber es geht Wolfgang Bortlik spürbar um mehr als den reinen Plot. Sein Roman mäandert zwischen Koksaffäre, Basler Geschichten und dem Literaturbetrieb, dem der Autor mit sichtlicher Ironie begegnet. Das ist oft witzig und schmissig erzählt. Allerdings verhebt sich der Autor immer wieder gerne zu sprachlichen Innovationen, die zwar witzig, zugleich aber ungelenk klingen. Was ist eine «gegangene Frau», was heisst die Augenbrauen «entsträuben», und wie hoch belaufen sich «Restunsummen»? Derlei hätte er nicht nötig, wo ihm kurzum die flotte Formulierung ohne Umstände am besten gelingt.
Vorab der aus Bayern gebürtige Kommissär Gsöllpointner zeichnet sich dabei als derber Kauz aus, der die ortsübliche politische Korrektheit lustvoll verletzt. Mit Hilfe seines Zufallsgehilfen gelingt ihm am Ende die Klärung des Falls und somit die Rettung der Ordnung – bis zum nächsten Mal.

Eine Hummerzange geht ins Auge

Ermittlungsarbeit ist das eine, Spannung womöglich etwa anderes. Auf jeden Fall kümmert sich auch Hansjörg Schertenleib in seinem Roman Die Hummerzange nicht sonderlich um die Arbeit der Polizei. Während diese brav und anscheinend erfolglos Indizien und Spuren sortiert, legt er sein erzählerisches Augenmerk ganz auf die Protagonistin Corinna Holder. Sie ist eine ehemalige Kommissarin der Aargauer Kantonspolizei, die nach einem Vielfachmord – wie der krank geschriebene Ermittler bei Roger Graf – in eine Gemütskrise fiel. Schon früher hatte sie mit ihrem Mann Michael an der Ostküste der USA, im Bundesstaat Maine ein Haus erworben, in dem sie sich dauerhaft niederlassen wollten. Doch Michael verunfallte vor einigen Monaten tödlich, so lebt Corinna nun allein in dem Haus, umzingelt von Trauer und Erinnerungen an ihren Mann. Xanax-Pillen helfen ihr darüber hinweg.
Als sie beim Schwimmen einen grässlich zugerichteten Toten im Wasser entdeckt, reisst sie das ein wenig aus ihrer Lethargie, zumal Nachbarn und Bekannte mit involviert sind. Der Tote hat nebenan gewohnt, ein steinreicher Investor, mit dessen Frau Corinna bekannt ist. Natürlich geraten alle irgendwie in Verdacht, als Zeugen, als Täter oder als weiteres Opfer, wer kann das wissen.

Aus dieser privaten Konstellation entfaltet Hansjörg Schertenleib eine Kriminalgeschichte, die ganz an der Polizei vorbeiführt. Ein zwei Mal taucht ein Inspector auf, doch aus der Perspektive seiner Heldin verfolgt der Autor eine andere Spur. Dabei wird schnell deutlich, dass Corinna Holder sich Fragen zu stellen beginnt, doch ohne dass sie eine eigentliche Ermittlung führt. Sie horcht herum, hegt Vermutungen, spricht mit anderen über Verdachtsmomente. Der eigene Kampf gegen die Trauer und damit verbunden gegen die Einnahme von Xanax bleibt stärker.
Trotz Zurückhaltung bringt sie ihre Neugier aber in die Bredouille. Der Hausmeister des Toten macht sich mit irren Winkelzügen und Aussagen verdächtig. Unter unglücklichen Umständen ergibt sich eine private Kommunikation zwischen ihm und Corinna, die auch für die polizeiliche Untersuchung relevant sein könnte. Doch sie zögert, damit zur Polizei zu gehen – bis sie unvermittelt zu tief in der Sache mit drin steckt.

Dieser Plot behält im Roman eine dramatische Note und zugleich etwas Beiläufiges. Intensiver als um den Mordfall geht es dem Autor letztlich um die persönlichen Beziehungen zwischen den handelnden Figuren sowie um Corinnas Erinnerungen, deren Idealisierung allmählich auch Risse erhält. Sie und Michael hatten sich voneinander entfremdet, weil Corinna wegen ihrer beruflichen Krise ein Alkoholproblem hatte. Und ihr Mann, betrog er sie? Unter solchen Aspekten gerät der Krimiplot mehr und mehr in den Hintergrund, selbst da, wo er explizit verhandelt wird. Auch wenn sich eine mögliche Wendung am Ende abzeichnet, bleibt sie unausgesprochen. Hansjörg Schertenleib opfert die auflösende Rettung der Ordnung den persönlichen Gefühlen seiner Protagonistin.

Nicht zuletzt hierin manifestiert sich ein literarischer Anspruch, der den Plot nicht vollständig einer Spannungserzählung unterordnen will. Dies wird durch den literarischen Stil bestätigt, der die Figuren glaubhaft ins Licht rückt und die Region atmosphärisch stimmig beschreibt. Die hin und wieder etwas aufdringliche Detaillierung von Orten, Lokalitäten und Speisefolgen ist womöglich bereits ein Tribut ans Genre, denn im Untertitel verheisst «Ein Maine-Krimi» wohl weitere Fälle mit derselben Protagonistin.

Was Die Hummerzange mit Wolfgang Bortliks Kriminalroman verbindet ist die Figur der lädierten Ermittlerin, die sich neben dem verhandelten Fall mit privaten Problemen herumschlägt. Dies ist ein gängiger Topos. Die Polizeiarbeit verträgt sich offenbar nicht mit Ehe und Familienleben, Ermittler sind im Kriminalroman oft verlassene Menschen auf der Suche nach einem neuen Halt.

Jedastedt ist überall

Dies bestätigt Markus Bundis in Alte Bande, einem opulenten Buch von 480 Seiten. Was Hauptkommissar Walle Troller und seine rechte Hand Jette Hagen im baden-württembergischen Jedastedt zu lösen haben, ist mehr als ein kniffliger Fall. Der Tod von Frieda alias Friedrich ist nur der erste in einer Serie von Morden, die keine klaren Konturen erkennen lassen. Verdächtige gibt es zuhauf, bis hinein in die Polizei. Allmählich kristallisiert sich immerhin heraus, dass Spuren in die Nazi-Vergangenheit zurückführen könnten. Als dann auch noch das Bundeskriminalamt auf den Plan tritt, wird es erst recht kompliziert.

Markus Bundi bildet dieses Geflecht von Beziehungen und Verbrechen mit präziser Handschrift ab. Gleich der Eingang verrät den gewieften Stilisten, der mit jedem Wort am richtigen Ort eine Szenerie entwirft, in der alles akkurat gefestigt wirkt, so fadenscheinig sich die Beweislage auch darstellt.

Alte Bande verrät Stil in mehrerer Hinsicht. Zum einen vertraut der Roman keineswegs nur auf die Krimihandlung. Markus Bundi lässt den einzelnen Charakteren Raum für persönliche Beziehungen, Phobien und Vorlieben – wie Jette Hagens Harley Davidson oder Walle Trollers Starwars-Spleen. Die beiden harmonieren auf persönlicher Ebene gut miteinander. Sein Motto: Schnell denken, wenn nichts los ist, dafür langsam denken, wenn sich die Dinge überschlagen, übernimmt die gelehrige Schülerin.
Walle Troller repräsentiert den Typus des einsamen Wolfs, der mit genialem Spürsinn und überraschenden Ahnungen operiert, dafür ist er, obzwar erst fünfzig, gesundheitlich nicht fit und obendrein geschieden, wie es so vielen in seinem Beruf ergeht. Markus Bundi spielt so mit den Klischees des Krimigenres, bettet sie aber in eine komplexe Erzählstruktur ein.

Der Autor, der bisher vor allem Lyrik und kürzere Prosa veröffentlicht hat, greift gerne zu Dialogen, die sich erst nach und nach kontextuell erschliessen, oder zur Nacherzählung von Begebenheiten, die dann bereits auf einer Metaebene spielen.
Das ist oft sehr gut gemacht, zugleich steckt darin eine eklatante Schwäche des Romans. Die Gespräche klingen klug, aber oft auch kapriziös. Die Geschichte wirkt zunehmend angestrengt und vor allem intellektuell und intertextuell überorchestriert. Es ist nicht allein, dass viele der Personen auf verschiedene Namen hören – Jette Hagen beispielsweise ist auch «Angie» wegen Lara Croft respektive Angela Jolie. Handkehrrum werden Verdachtsmomente, die die Handlung antreiben, eher locker und sprunghaft aufgeworfen, ohne wirklich triftige Gründe. Troller treibt so eine Ahnung um.

Alte Bande hat etwas Brillantes, das zugleich sein Makel ist. Der Roman folgt den Gesetzen des Krimigenres und fordert sie zugleich heraus. Er will ein Beziehungsnetz erzählen und zuletzt auch noch Erzähltheorie sein, wenn der Hauptkommissar eine Gastvorlesung über die kreative Investigation gibt. Er gehe davon aus, referiert Troller, dass ein Autor nicht einem fixen Plan folgen müsse: «die besten Geschichten entstehen, wenn sich aufgrund des Vollzugs die Pläne immer wieder ändern». Das ist dann am Ende ein wenig zu viel, oder zu wenig, je nach Optik. Auf jeden Fall leidet die Spannung darunter. «Was ich sagen will», so nochmals der Kommissar: «Wir kommen immer von Hundertsten ins Tausendste, das liegt in der Natur der Sache» – und dieses Buches. Je mehr Troller mit sich ins Reine kommt, umso mehr droht der Roman seine Balance zwischen Kriminal- und Gegenwartsroman, zwischen rasant erzähltem Plot und einem breit angelegten Gesellschaftspanorama zu verlieren. Das Resultat fällt so durchwachsen brillant aus. Auf jeden Fall gibt Markus Bundi mit seinem fiktiven Ort keinen Hinweis darauf, dass er eine Serie um den Kommissar Troller in Sinn hat.

Der Suspense ist kein alleiniges Merkmal des Kriminalromans. Literatur spielt sehr häufig und auf vielfältige Weise mit dem Moment der Spannung, sei es dramaturgisch und psychologisch oder sprachlich-stilistisch. Die vier Beispiele demonstrieren die fliessenden Übergänge zwischen dem klassischen Krimigenre und einer Literatur, die den Mordfall eher als Teil eines Gesellschaftspanoramas behandelt – mit Vor- wie Nachteilen.