Ilma Rakusa

Ilma Rakusa

Ilma Rakusa wurde 1946 in Rimavska Sobota in der Tschechoslowakei geboren. 1951 kam die Tochter einer Ungarin und eines Slowenen nach Zürich. Von 1965 bis 1971 studierte sie Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und Petersburg. Nach der Promotion 1971 war sie mehrere Jahre als Assistentin am Slawischen Seminar der Universität Zürich tätig. Seit 1977 ist sie dort Lehrbeauftragte und arbeitet zudem als Schriftstellerin, Publizistin und Übersetzerin aus dem Russischen, Serbokroatischen, Französischen und Ungarischen. Neben ihren literarischen Werken hat Ilma Rakusa mehrere Anthologien und Übersetzungen veröffentlicht. Rakusa ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Sie lebt in Zürich.

www.ilmarakusa.info

Bibliographie

Aufgerissene Blicke , Tagebuch, Graz, Droschl, 2013.
Autobiographisches Schreiben als Bildungsroman , Essays, Wien, Sonderzahl, 2013.
Die Insel , Prosa, Frankfurt a.M., Suhrkamp, 1982.
Durch Schnee , Prosa, Frankfurt a.M., Suhrkamp, 2006.
Ein Strich durch alles , Lyrik, Frankfurt a.M., Suhrkamp, 1997.
Erzählung, Graz, Droschl, 2014. Erzählung, Graz, Droschl, 2014.

Da ist die aus Russland nach Berlin gekommene Marja, eine passionierte Köchin, die in der Fremde erst von den Gräueln der sowjetischen Geschichte der Dreißiger Jahre erfährt; da ist Katica aus der ungarischen Steppe, die mit Dóra zusammen irgendwo im Westen auf der Straße Geige spielt und dann doch wieder heimkehrt nach Budapest; Lou, die sich schuldig fühlt am Tod ihrer Schwester und nie mehr ganz heil wird in der Seele; da sind die ersten Küsse mit dem geheimnisvollen 15jährigen Maurice, einem Fremden im Ort.
Fremd sind sie alle, und »Alleinchen« ist hier ein zärtlicher Kosename.

Im Zentrum der vierzehn Erzählungen stehen Begegnungen mit Menschen und Orten, vorübergehende Aufhebungen der Einsamkeit, in Zürich und Graz, am Mont Ventoux und im slowenischen Karst. Es sind Menschen mit sehr gegenwärtigen Biografien, freiwillig und unfreiwillig Reisende, in vielerlei Hinsicht Entwurzelte, Suchende mit rätselhaften, oft dramatischen Schicksalen, denen sich Ilma Rakusa mit großer Diskretion nähert. Ihre Sätze sind knapp, ohne zu stenographieren, genau und doch lyrisch verspielt und phantasievoll, sie lassen den Geschehnissen und den Orten ihr unaussprechbares Geheimnis – und machen diese Menschen und ihre Orte daher nur umso anziehender.

(Buchpräsentation Literaturverlag Droschl)

Farbband und Randfigur , Andere, Graz, Droschl, 1994.
Garten, Züge , Prosa, Lyrik, Ottesheim, Edition Thanhäuser, 2006.
Il mare che bagna i pensieri , Prosa, Andere, Übersetzung von Mario Rubino , Palermo, Sellerio, 2011.
Impressum: Langsames Licht , Lyrik, Graz, Droschl, 2016.
Jim , Theater, Frankfurt a.M., Suhrkamp, 1993.
La Mer encore [Mehr Meer] , Prosa, Übersetzte Bücher, Übersetzung von Patricia Zurcher , Lausanne, En bas, 2012.
Leben , Lyrik, Zürich, Edition Howeg, 1990.
Les mots/morts , Lyrik, Zürich, Edition Howeg, 1992.
Love after love , Prosa, Frankfurt a.M., Suhrkamp, 2001.
L´île , Prosa, Übersetzung von Natacha Ruedin-Royon , Lausanne, Editions d´en bas, 2016.
Mehr Meer , Andere, Graz, Droschl, 2009.
Miramar , Prosa, Frankfurt a.M., Suhrkamp, 1986.
Sinai , Prosa, Zürich, Edition Howeg, 1980.
Steppe , Prosa, Frankfurt a.M., Suhrkamp, 1990.
Wie Winter , Lyrik, Zürich, Edition Howeg, 1977.